Taschenlampen mit farbigem Licht haben zusätzlich zur Weißlicht-LED noch farbige LEDs (rot, grün, blau) integriert. Per Knopfdruck wechselt die Lichtfarbe – ohne Filter-Wechsel. Eingesetzt bei Jagd (rot/grün schreckt Wild nicht), Astronomie (rot erhält Nachtsicht), Schweisssuche (blau) und im Outdoor für Karten lesen.
Rotes Licht erhält die Nachtanpassung des Auges deutlich besser als weißes. Astronomen, Jäger und Pfadfinder nutzen das – nach Karten lesen ist man sofort wieder «nachtaktiv», ohne 20-30 Minuten Adaption. Grünes Licht ist für das Auge mit am hellsten wahrnehmbar (höchste spektrale Empfindlichkeit) und wird in der Jagd geliebt – Schwarzwild sieht grün schlechter als rot, was die Pirsch erleichtert. Blaues Licht aktiviert die Fluoreszenz von Schweissspuren auf Vegetation – Standard für Nachsuchen-Führer in der Jagd. Auch in der Lecksuche wird blau für UV-empfindliche Marker eingesetzt.
Verschiedene Anwendergruppen profitieren von Farbwechsel-Funktion:
Wichtigster Punkt: welche Farben sind nötig. Reine Rot-Lampen reichen für Astronomen und Karten-Leser. Für Jäger sind rot+grün Pflicht, für Nachsuchen zusätzlich blau. Premium-Modelle bieten alle drei Farben plus weiß. Prüfe die Lichtleistung pro Farbe – oft sind farbige LEDs deutlich schwächer als die Weiß-LED (typisch 50-200 Lumen pro Farbe vs. 500-1'500 Lumen weiß). Achte auf die Bedien-Logik: Modus-Wechsel sollte schnell und intuitiv sein, ideal mit eigenem Side-Switch für Farbe. Eine Memory-Funktion ist wertvoll – die Lampe startet bei der zuletzt genutzten Farbe, was bei Pirsch oder Nachsuche entscheidend ist (kein versehentliches Weißlicht, das Wild aufschreckt).
Rot ist Standard. Tiefes Rot (660 nm) erhält die Nachtsicht-Anpassung am besten. Für Karten lesen reicht eine niedrige Stufe (1-5 Lumen) – mehr blendet und beeinträchtigt die Sternsichtbarkeit.
Multi-LED ist schneller im Farbwechsel und liefert sauberere Lichtfarbe. Filter-Lampen sind preiswerter und haben eine stärkere Weiß-LED – aber Filter zu wechseln ist im Feld unpraktisch. Für ernsthafte Anwendung (Jagd, Forensik) klar Multi-LED überlegen.
Farbige LEDs sind generell etwas weniger effizient als weiße LEDs gleicher Leistung. Praktisch gesehen aber kein Problem – die niedrigeren Helligkeiten der Farben wirken sich positiv aus, die Akku-Laufzeit ist meist sogar höher als im Weiß-Modus.
Bei normaler Anwendung nicht. Hohe Leistungen (z.B. 1000+ Lumen) sollten nicht direkt in fremde Augen gerichtet werden – gilt aber für alle Lichtfarben. Blaues und grünes Licht bei sehr hoher Leistung kann die Netzhaut auf Dauer stärker belasten als rotes – bei Profi-Lampen Schutzbrille empfohlen.
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